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1. Warum werden an den Fußboden
besondere Anforderungen gestellt?
Folgendes Bild zeigt die Funktion des Luftkissenelementes
im Querschnitt. In der Auftriebskammer mit der Belastungsfläche
"A" muß der Überdruck gehalten werden,
d.h. keine scharfkantigen Stufen dürfen hochstehen.
Auch Risse und Löcher im Boden durch die die Druckluft
entweichen kann sind nicht erlaubt.
Der Luftspalt zwischen Luftkissenbalg und
Fußboden ist hauchdünn, somit ist für den
Einsatz von Luftkissentransportgeräten die Qualität
der Fußbodenoberfläche entscheidend. Denn diese
beeinflußt zum einen direkt den Luftverbrauch und
zum anderen entscheidet sie darüber ob sich überhaupt
ein Überdruck in der Auftriebskammer aufbauen kann.

2. Übersicht der Anforderungen an
die Fußbodenbeschichtungs-
oberfläche und -material
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Anforderungen |
Bemerkung |
| -Material |
Glatter, maschinengeschliffener versiegelter
Hartbetonboden oder glatte Kunststoffgießharzbeschichtung
(evtl. schlagfest mit Glasfasergewebeschicht) |
Die Oberflächengüte des Fußbodens
kann den Luftbedarf und den Verschleiß am Luftkissenbalg
aufgrund von Reibung stark beeinflussen. |
| -Max. Flächenpressung Rad/Fussboden |
P < 25 N/mm² |
In der Fußbodenbeschichtung dürfen
keine Eindrücke feststellbar sein. |
- min. Haftreibung
Gummisohle/Fußbode |
µ = 0,4 (trocken/dry) |
Nach VW-Betriebsmittelvorschrift |
- Ebenheit und Welligkeit
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Nach DIN 18202, Teil 5, Zeile 4 |
Die Neigung des Fußbodens beeinflußt
stark die erforderlichen Zugkräfte |
| - Oberflächenbeschaffenheit |
Rauhigkeit/roughness
Ra: 6,3µm - 12,5µm |
Güteklasse 2, Rauhigkeitsgrößen
nach DIN 4768, Teil 1, Oberfläche glatt wie Papier |
- Fugen, Risse und Stufen |
Keine |
Luftdichte Ausführung |
| - Dehnungsfugen |
Luftdichte, stufenfreie Ausführung
Fugenform: V-Form (Winkel 90°)
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Material auf Polyurethanbasis, Shorehärte
ca. 80, mit sehr hohem Rückfederungsvermögen,
ohne Volumenvergrößerung bei Kompression.- |
3. Ebenheit
Da der Reibungskoeffizient bei einem aktiven
Luftkissen nahezu Null beträgt, muß der Fußboden
eben sein, sonst besteht vor allem bei schweren Lasten die
Gefahr, daß das Transportgut abgleitet.
Die nachfolgende Tabelle zeigt mögliche Ebenheitstoleranzen
für den Fußboden
| Art der Ausführung |
Ebenheitstoleranz in [mm]
bei Abstand der
Meßpunkte |
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0,1m |
1m |
4m |
10m |
15m |
Normalausführung entspr.
DIN 18202 Teil 5, Zeile 3 |
2 |
4 |
10 |
12 |
15 |
Erhöhte Genauigkeit
entspr.
DIN 18202 Teil 5, Zeile 4 |
1 |
3 |
9 |
12 |
15 |
| Nivellierter Boden |
1 |
3 |
6 |
6 |
6 |
Nivellierter Boden mit
erhöhter
Genauigkeit |
1 |
1 |
3 |
5 |
5 |
4. Stufen
Scharfkantige Stufen schneiden das Druckpolster
in der Auftriebskammer durch und das System bricht zusammen
(Abb. 4.1).
Ist eine Stufe vorhanden, so muß die Kante abgeschrägt
werden, so daß eine Rampe entsteht (Abb. 4.2).
Bei der Gestaltung von Rampen sollten die möglichen
Hangabtriebskräfte berücksichtigt werden. Diese
müssen entweder mit Seilen oder ähnlichem (bei
manuellen Systemen) oder eingebauten Antrieben (bei automatischen
Geräten) aufgenommen werden.
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Abb. 4.1: Das Druckpolster in der
Auftriebskammer wird durch Stufen unterbrochen.
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Abb. 4.2: Mit einer Rampe lassen
sich problemlos Stufen überwinden, ohne daß
der Luftfilm abreißt, oder das Luftkissen
beschädigt wird.
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5. Risse
Der Estrichboden ist der am häufigsten
vorkommende Fußboden. Dieser hat allerdings einen
bedeutenden Nachteil, er bekommt oft Risse. Diese bewirken,
daß die Luft unter dem Luftkissen entweichen kann.
Die Folge ist, das Luftpolster bricht zusammen, ein Transport
ist nicht mehr möglich.
Risse müssen mit Epoxydharz oder ähnlichem gefüllt
werden (Abb. 5.1). Bestehen zwischen den Rissen Höhenunterschiede,
die mehr als 0,5mm betragen, so sollten diese abgeschliffen
werden (Abb. 5.2).
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Abb. 5.1: Risse werden mit Epoxydharz
luftdicht verschlossen. Höhendifferenz weniger
als 0,5mm.
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Abb. 5.2: Höhendifferenz zwischen
beiden Seiten größer als 0,5 mm, die
eine Seite muß abgeschrägt werden.
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6. Dehnfugen
Häufig lassen sich, aufgrund von baulichen
Gegebenheiten, Dehnfugen im Fußboden nicht vermeiden.
Das Füllmaterial auf Polyurethanbasis sollte eine Shorehärte
von ca. 80 haben.
Damit die Dehnfuge dem Druck der Antriebe standhält
und nicht die Kanten der Fugen beschädigt werden (Fugenbruch),
sollte sie in einem 90° Winkel ausgeführt werden.
Um den Luftverlust an der Dehnfuge zu minimieren, sollte
die Füllung leicht nach außen gewölbt sein
(Abb. 6.1).
Eine konkave Wölbung der Oberfläche ist nicht
erlaubt, da sich das Luftkissen nicht anschmiegen kann (Abb.
6.2).
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Abb. 6.1: Optimale Fugenform mit
leichter Wölbung nach außen.
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Abb. 6.2: Eine konkave Oberflächenwölbung
ist nicht gestattet.
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